Preisgekrönt

13.09.2015 - 18.10.2015

15 Jahre Werner-Kühl-Preis

Werner Kühl wurde am 6. März 1906 im "Forsthaus Heide" bei Hameln geboren. Nachdem sein Vater 1912 verstarb, heiratete seine Mutter erneut und die Familie zog nach Syke, wo er von da an lebte und arbeitete. Nach seiner Gesellenprüfung 1924 als Maler begann er das Studium an der Kunstgewerbeschule Bremen. Seine Lehrer waren Paul Perks, Willi Menz und Alphons Maria Frieling.
Schon während seiner Hochschulzeit war er Mitglied des Bremer Künstlerbundes, welcher zur Wahrung der Interessen der Künstler in Bremen und Umgebung diente. Parallel zum Studium an der Hochschule entwickelte sich sein Talent zur Landschaftsdarstellung in Aquarelltechnik und Öl. In seinen Bildern kommt seine positive Grundeinstellung gegenüber dem Leben und der Natur zum Ausdruck. Er versuchte, seine inneren Gefühle der Natur gegenüber und den inneren Kern dieser Natur selbst, auf die Leinwand zu bannen.
Werner Kühl starb kurz vor Ende des 2. Weltkrieges, am 23. Juli 1944 in Grodno, Polen. Er war ein überaus fleißiger und von seiner Passion beflügelter Maler und Zeichner. Seine freie künstlerische Gestaltungszeit umfasste nur etwa fünfzehn Jahre (1925-1939) und trotzdem hinterließ er seiner Nachwelt ca. 400 Arbeiten.

Die Werner-Kühl-Stiftung wurde 1999 von Waltraud Krieghoff (geb. Kühl), Tochter des Künstlers, und Lothar Krieghoff ins Leben gerufen und hat sich zum Ziel gesetzt, das künstlerische Erbe des Syker Malers zu bewahren und über den "Werner-Kühl-Preis" junge Malerinnen und Maler zu fördern. Obwohl noch jung, hat sich dieser Wettbewerb bereits einen Namen gemacht.

Die Ausstellung "Preisgekrönt" im Syker Vorwerk zum 15-jährigen Bestehen des Preises ist die erste Überblicksschau, die alle bisherigen acht Preisträger_innen gemeinsam vorstellt und die künstlerische Weiterentwicklung eines jeden verdeutlicht. Die Präsentation zeichnet sich insbesondere durch die Vielschichtigkeit der künstlerischen Positionen und die unterschiedlichen Ansätze zur Malerei aus.

Preisträger_innen: Anja Schindler (2000), Berend Bode (2002), Anne Keil (2004), Isabell Ambrosius (2006), Nana Mchedlishvili (2008), Andreas Becker (2010), Norman Sandler (2012) und Emre Meydan (2014)

Die Ausstellung wird unterstützt durch das Kreismuseum Syke und die Werner-Kühl-Stiftung.