kunstfrühling 2011

06.05.2011 - 05.06.2011

7. Bremer Kunstfrühling 2011 | T(raum)a – Die Phobie als Muse
6. Mai – 5. Juni 2011
Gleishalle am Güterbahnhof in Bremen

Eröffnung: Donnerstag, 5. Mai, 19 Uhr


Der 7. Bremer Kunstfrühling – veranstaltet vom Bremer Verband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) – findet vom 6. Mai – 5. Juni 2011 in der Gleishalle am Güterbahnhof in Bremen statt.

Dieses Jahr wächst der Kunstfrühling erstmals über die Grenzen der Metropolregion Bremen – Oldenburg hinaus. Als Gaststadt haben wir die Kunstszene aus Hannover eingeladen, sich ebenfalls an der Kunstschau zu beteiligen. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, Museen, Kunstvereine und Galerien nehmen mit vielfältigen, aktuellen Ausstellungsbeiträgen der zeitgenössischen bildenden Kunst an der Ausstellung teil. Durch die Integration von wechselnden Partnerstädten strahlt der Kunstfrühling erstmals über das Einzugsgebiet zwischen Cuxhaven, Emden und Osnabrück hinaus.
Die ehemalige Gleishalle am Güterbahnhof mit einer Ausstellungsfläche von mehr als 14.000 m² hat sich bereits 2009 als Veranstaltungsort für den Kunstfrühling bewährt und wird auch dieses Mal wieder die Szene der bildenden Kunst in ihrer Gesamtheit präsentieren. Die alte Industriehalle zeichnet sich durch 180 Meter lange Bahnsteige, sechs bis acht Meter hohe Decken und eine über die gesamte Halle sich erstreckende lichtdurchlässige Dachkonstruktion aus. Die besondere Architektur und die Atmosphäre dieser Halle ähneln der Lichtsituation in einem Maleratelier.
Die ungewöhnliche Anordnung der Ausstellungsflächen der Kunsthäuser und Galerien auf den Bahnsteigen und die sich daran anschließende eigene Künstlerausstellung auf der so genannten „Künstlerplattform“ machen den Kunstfrühling zu einem einzigartigen, großen Kunsterlebnis und laden den Besucher zu einem Spaziergang durch die Kunstszene ein. Es bietet sich ein interessanter Vergleich der regionalen, überregionalen, zum Teil internationalen Beiträge der Künstlerinnen und Künstler.
Ein besonderes Highlight des Kunstfrühlings 2011 ist wieder die Ausstellung der Künstlerinnen und Künstler auf der Künstlerplattform am Ende der Gleishalle. Auf einer Ausstellungsfläche von 4000 m² präsentieren 58 einjurierte Künstlerinnen und Künstler aus der Metropolregion Bremen – Oldenburg und Hannover ihre Arbeiten zum Thema „T(raum)a – Die Phobie als Muse“.

Im Rahmen des Kunstfrühlings 2011 präsentiert das Syker Vorwerk eine Arbeit der Künstlerin Mia Unverzagt als Ausblick auf ihre große Einzelausstellung vom 24. Juli bis 3. Oktober 2011 in Syke.
In der Fotoserie „Die Blumen ohrfeigen“, die Mia Unverzagt im Jahr 2010 in Niedersachsen realisiert hat, sieht man eine Frau, die dem Anschein nach auf eine Topfblume einschlägt. Doch tut sie das tatsächlich und wenn ja, warum? Dies sind einige der Fragen, welche durch die Bilder aufgeworfen werden.
Mia Unverzagts fotodokumentarische Projekte und inszenierte Fotoarbeiten versuchen, gesellschaftliche Bruchstellen zu visualisieren und die Konventionen der fotografischen Bilder zu testen. So beleuchtet die Künstlerin auf manchmal verstörende Weise den scheinbar glatten Ablauf des Alltags und doch sind die Protagonisten ihrer Fotografien so behutsam in Szene gesetzt, dass sich nur ein Blick auf die verborgenen Strukturen erlangen lässt, wenn der Betrachter sich intensiv mit den Bildern auseinandersetzt.
Der Kern ihres künstlerischen Interesses gilt dem Einzelnen und der Frage, wie dieser in seinen persönlichen, familiären, geschlechtsspezifischen und nationalen Präformierungen gefangen ist.

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