NEUES SEHEN

23.11.2008 - 15.02.2009

Junge Kunst aus Israel

Ausstellung in der Städtischen Galerie im Buntentor, Bremen und im Syker Vorwerk – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Syke, kuratiert von Susanne Hinrichs, Norbert Bauer und Liav Mizhari.

Künstlerinnen und Künstler
in Bremen: Einat Amir, Avital Cnaani, Assaf Eviron, Gaston Zvi Ickowicz, Shai Kocieru, Liat Kuch, Shunit Kushnir, Vered Levi, Ravit Mishli, Ariela Plotkin, Barak Ravitz, Talya Raz, Hillel Roman, Orly Sever, Nurit Sharett, Lior Shvil, Naama Tsabar, Anna Yam
in Syke: Maya Attoun, Dana Darvish, Guy Goldstein, Gali Grinspan, Talia Keinan, Liat Kuch, Assi Meshullam, Inbal Nissim, Ruth Orr, Rona Yefman, Tal Yerushalmi

Nur wenig ist hierzulande über die junge israelische Kunstszene bekannt. Dabei existiert dort eine junge, vielfältige und überaus spannende Szene, die weder in den Ausdrucksformen noch in ihren Themen festgelegt ist. Unter dem Titel „NEUES SEHEN - Junge Kunst aus Israel“ wird nun ein Einblick in diese lebendige und bunte Szene gegeben. Die Ausstellung, eine Kooperation zwischen der Städtischen Galerie im Buntentor und dem Syker Vorwerk - Zentrum für zeitgenössische Kunst, präsentiert 28 junge Künstlerinnen und Künstler. Sie zeigt eine neue Generation Kunstschaffender mit einem breiten Spektrum verschiedener Medien. Neben Malerei, Fotografie und Skulptur bilden Videokunst und Installation einen Schwerpunkt der Ausstellung.

Der Titel „NEUES SEHEN“ verweist auch auf vielfältige Strategien, mit denen junge israelische Künstler versuchen, in ihrer Arbeit eine eigene Sicht auf ihre Umgebung und ihr Land zu entwickeln. Im Fokus vieler Werke steht die Auseinandersetzung mit der eigenen, als multiple oder gar disparat empfundenen Identität in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels. Die traditionellen Identitätsmuster der israelischen Gesellschaft verbinden sich heute mit den vielfältigen Angeboten der globalen Pop- und Jugendsubkulturen. In diesen neuen Identifikationsmöglichkeiten und Formen der Selbstinszenierung zeigen sich eine Diversifizierung der Lebensstile und ein verstärktes Einfordern des Rechts auf Annerkennung und Selbstbestimmung in sexuellen, religiösen oder ethnischen Belangen, die sich auch in der Kunst widerspiegeln.

Zu diesen Konzepten, die sich eher mit Fragen der Abgrenzung von traditionellen Mustern beschäftigen, gesellen sich Arbeiten, die auf ganz vielfältigen Wegen versuchen, die gesellschaftliche Situation, die Geschichte oder den Alltag Israels, aus neuen Blickwinkeln zu erforschen. Architektur oder Landschaft können dabei ebenso Thema sein wie die stets präsente Gefahr von Anschlägen und die damit verbundene Allgegenwart von Militär und Sicherheitskontrollen. Spezifische Gegenstände und Situationen werden so zu Objekten kühler Beobachtung oder überdrehter Parodie. (Angela Piplak)


Eröffnung: Samstag, 22. November 2008, 19 Uhr, in Bremen
durch Kulturstaatsminister Bernd Neumann, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien,
den Präsidenten der Freien Hansestadt Bremen Bürgermeister Jens Böhrnsen, Senator für Kultur,
und Dan Golan, Gesandter – Botschaftsrat für Kultur, Botschaft des Staates Israel in Deutschland.
Einführung: Susanne Hinrichs für die Kuratoren

Eröffnung: Sonntag, 23. November 2008, 12 Uhr, in Syke
durch Gerd Stötzel, Landrat des Landkreises Diepholz,
und Dan Golan, Gesandter – Botschaftsrat für Kultur, Botschaft des Staates Israel in Deutschland.
Einführung: Susanne Hinrichs für die Kuratoren


Veranstaltungen:
Mittwoch, 26.11.2008, 19.30 Uhr, Ort: Städtische Galerie: Assaf Gavron (Israel) liest aus seinem Roman „Ein schönes Attentat“ (mit deutscher Übersetzung
Donnerstag, 11.12.2008, 19.30 Uhr, Ort: Städtische Galerie: Dr. Mirjam Wenzel, Jüdisches Museum Berlin, spricht über die aktuelle Kunst in Israel
Dienstag, 27.01.2009, 19 Uhr, Ort: Syker Vorwerk: Eva Birkenstock, Halle für Kunst Lüneburg e.V., Vorstellung des mobile archive (Israeli Center for Digital Art, Holon, Israel) und Vorführung ausgewählter Videoarbeiten israelischer Künstler
Sonntag, 15.02.2009, 15 Uhr, Ort: Syker Vorwerk: Brigitte Zeitlmann, Medienwissenschaftlerin, Bonn: Retrospektive Israelisches Kino, Filmvorführung und Gespräch

Ausstellungsdauer Städtische Galerie: 22. November 2008 bis 18. Januar 2009

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, Botschaft des Staates Israel, Senator für Kultur Bremen, Gemeinnützige Stiftung Kreissparkasse Syke, Stiftung Niedersachsen, IFA-Institut für Auslandsbeziehungen e.V..