ohne titel, mixed media, 2008

13.01.2008 - 30.03.2008

mit: Sebastian Gräfe, Sina Heffner, Dennis Feser, Anna Myga Kasten, Karen Koltermann, Katja Pudor, Martin Dammann, Christian Holtmann, Heike Gallmeier

Die Bandbreite der zeitgenössischen Kunstproduktion ist gewaltig. Galt die Kunst ursprünglich den klassischen Medien der Malerei und Bildhauerei, so ist der Kunstbegriff innerhalb der letzten 60-70 Jahrzehnten dermassen erweitert worden, dass Kunst heute kaum noch als medienspezifisch zu bezeichnen ist. Neben nach wie vor malerischen und skulpturalen Ansätzen bedienen sich zeitgenössische Künstler zahlreicher Konzept, reagieren zunehmend auf den Ausstellungsraum, analysieren ökonomische und ökologische Strukturen oder reagieren themenspezifisch mittels des Videos.

Das Syker Vorwerk als Zentrum für zeitgenössische Kunst will ein Ort für alle diese Strömungen sein. Es blickt dabei auf die künstlerischen Produktionen der Region sowie des In- und Auslandes gleichermassen. Künstler/innen sollen an diesem Ort die Möglichkeit erhalten, ihr Werk frei zu entfalten und es in angemessenen Rahmen zu präsentieren.

Ein historische Gebäude, welches individuelle architektonische Besonderheiten aufweisst, ist dabei weniger leicht zu bespielen, als ein eigens für die Kunst erbauter "white cube". Dennoch bietet das Vorwerk ideale Voraussetzungen zeitgenössische Kunst zu präsentieren. Gerade die Denkmal geschützte Einrichtung bietet ausgezeichnete Spannungsverhältnisse, die das Ausstellen in diesen Räumen immer wieder zu einer Herausforderung werden lassen. Das Haus mutet, mit seinen hintereinadnder liegenden Räumen, an wie eine kleine Kunsthalle und lädt den Besucher ein nacheinander die verschiedenen Arbeiten wahrzunehmen. In den einzelnen Räumen hat jede Arbeit die Möglichkeit für sich zu stehen ohne den Konkurrenzdruck nebenstehender Werke zu fürchten und dennoch entsteht ein Dialog untereinander, der sich insbesondere in den Köpfen der Betrachter manifestiert.

Die vorliegende Ausstellung stellt ohne thematischen Zusammenhalt zeitgenössische Kunstproduktionen vor, die die oben beschriebene Bandbreite visualisiert. 10 Künstlerinnen und Künstler zeigen neueste und ältere Arbeiten, welche von unterschiedlichster Art sind. Sie lassen dennoch nur einen Ausschnitt dessen erahnen, was innerhalb der Kunst heute möglich ist. Die vertretenen Künstlerinnen und Künstler stimmen mit dieser Ausstellung darauf ein, was die Besucher in den nächsten Jahren im Vorwerk erwarten wird. Kunst, die den aktuellen internationalen Kunstdiskurs widerspiegelt und dennoch sinnlich erfahrbar bleibt und Spass macht. Das Vorwerk steht für Kunst, die in der Lage ist den Kunstfachmann und den Laien gleichermassen zu begeistern, bringt man nur die Bereitschaft mit, sich auf vielleicht neues Terrain einzulassen.



Danke!