ANIMAL TURN

So., 25.08.19 - So., 03.11.19

Künstlerinnen zum Thema Tier

In Kooperation mit dem Künstlerinnenverband Bremen, GEDOK

Edeltraut Rath, Liping, 2019 © VG Bild-Kunst Bonn, 2019
Edeltraut Rath, Liping, 2019 © VG Bild-Kunst Bonn, 2019
Anja Fußbach, Crawler I, 2018, Foto: Andreas Baudisch
Anja Fußbach, Crawler I, 2018, Foto: Andreas Baudisch
Susanne Bollenhagen, Monarchie + Republik, 2014 © VG Bild-Kunst Bonn, 2019
Susanne Bollenhagen, Monarchie + Republik, 2014 © VG Bild-Kunst Bonn, 2019
Edith Pundt, Schlüpfen, Wolle, 2019 © VG Bild-Kunst Bonn, 2019
Edith Pundt, Schlüpfen, Wolle, 2019 © VG Bild-Kunst Bonn, 2019
Die Ausstellung wird durch eine Arbeitsgruppe des Künstlerinnenverbandes (Susanne Bollenhagen, Irmgad Dahms, Edith Pundt, Edeltraut Rath, Gertrud Schleising, Anne Schlöpke, Gisela Winter) in Zusammenarbeit mit Nicole Giese-Kroner, künstlerische Leiterin des Syker Vorwerks, organisiert und kuratiert.
Die öffentliche Ausschreibung war offen für alle Mitglieder und alle professionellen Künstlerinnen außerhalb des Verbandes. Vielfältige Arbeiten von 53 Künstlerinnen wurden von der Arbeitsgruppe ausgewählt, um an der Ausstellung teilzunehmen.

In den letzten Jahren ist das Thema Tier gesellschaftlich allgegenwärtig geworden. Es wurden unzählige Diskussionen zu Themen wie (Massen-)Tierhaltung, Fleischproduktion, Veganismus etc. geführt. Künstler*innen haben sich in zahlreichen Ausstellungen mit dem TIER in allen möglichen Aspekten auseinandergesetzt. Die Ausstellung im Syker Vorwerk möchte diesem anscheinend erschöpfend behandelten Thema etwas bisher Übersehenes abgewinnen. Wir suchen einen neuen, möglichst unverbrauchten Blick auf das Tier – wir fahnden nach dem Abseitigem, Absurden, dem Widerspenstigen, dem Intimen, dem Außerordentlichen.

Teilnehmende Künstlerinnen:
Anne Baisch, Monika B. Beyer, Mechtild Böger, Susanne Bollenhagen, Marion Bösen, Ulrike Brockmann, Kirsten Brünjes, Claudia Christoffel, Irmgard Dahms, Ingeborg Dammann-Arndt, Kathrin Delhougne, Veronika Dobers, Christiane Fichtner, Anja Fußbach, Martina Gropius, Susann Hartmann, Marikke Heinz-Hoek, Regina Hennen, Conny Himme, Renate Hoffmann, Patricia Lambertus, Isolde Loock, Ellen Mäder-Gutz, Maria Mathieu, Claudia Medeiros Cardoso, Silke Mohrhoff, Beate Möller, Erika Plamann, Elke Prieß, Edith Pundt, Edeltraut Rath, Elianna Renner, Meike Rohde, Sabine Schellhorn, Gertrud Schleising, Anne Schlöpke, Susanne Schossig, Joanna Schulte, Ulrike Schulte, Marina Schulze, Jette Slangerod, Sibylle Springer, Annemarie Strümpfler, Isabel Valecka, Anette Venzlaff, Christina Völker, VON WEIT HER(GEHOLT), Diane Welke, Svenja Wetzenstein, Sabine Wewer, Susanne Katharina Willand, Mei-Shiu Winde-Liu, Gisela Winter

GEDOK:
Der Künstlerinnenverband Bremen, GEDOK ist ein Verband für Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen aus den Bereichen: BILDENDE KUNST — MUSIK — MULTIMEDIA — PERFORMANCE. Der Verband unterstützt auf verschiedene Art und Weise die professionelle künstlerische Arbeit seiner Mitglieder in Bremen.
Der Verband ist Mitglied in der GEDOK, »Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V.«, der größten und traditionsreichsten Organisation professionell künstlerisch tätiger Frauen in Deutschland und Österreich. Der Verein wurde 1926 in Hamburg von der deutschen Jüdin Ida Dehmel (1870–1942) als „Gemeinschaft Deutscher und Oesterreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen“ gegründet. Kurz nach der nationalsozialistischen Machtergreifung wurde Ida Dehmel 1933 aufgrund ihrer jüdischen Herkunft zum Rücktritt aus dem Vorstand gezwungen und letztendlich aus dem Verein ausgeschlossen. Von den damals 7.000 Mitgliedern sollen 5.000 aus Solidarität mit Ida Dehmel ausgetreten sein. Als neue Vorsitzende wurde Elsa Bruckmann (Mitglied der NSDAP) eingesetzt, die Künstlervereinigung wurde in ReichsGEDOK umbenannt. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg fanden sich die ersten GEDOK-Gruppen wieder zusammen: 1945 in Stuttgart, 1946 in Hannover, Mannheim, Hamburg, in Köln 1947 und 1948 in Heidelberg. 1948 formierte sich die BundesGEDOK neu. Heute hat sie ca. 2.800 Mitglieder in 23 Regionalgruppen.

Ein Begleitprogramm mit Künstlerinnenführungen, Lesung und Vortrag wird angeboten.
Die Ausstellung wird durch einen Katalog dokumentiert, der am 12. Oktober um 16 Uhr vorgestellt wird.

Die Ausstellung wird gefördert durch den Landschaftsverband Weser-Hunte e.V., die Karin und Uwe Hollweg-Stiftung und die EWE | Stiftung.